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Lernbonbons - Tipps, die das Lernen versüßen

Jeden Monat gibt es kleine Häppchen zum Thema Lernen, Konzentration, Motivation…

Häppchen, die Appetit machen sollen, damit Dein Lernen locker und leicht gelingt!

Oktober - Lernbonbons:

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Was haben flauschige Socken mit  Englisch-Lernen zu tun?

Wenn du etwas, was du nicht so gerne tust/wozu du dich überwinden musst, mit etwas Angenehmen koppelst, kannst du deinen Lernerfolg steigern!

Bist du ein ein kinästhetischer Lerntyp*? Dann wirst du wahrscheinlich auf alles positiv reagieren, was du am Körper spürst. Flauschsocken, eine weiche Decke, in die du dich gemütlich einkuschelst, können so zum Anker für entspanntes Lernen werden.

 

Was hat Zitronentee mit Mathe zu tun?

Auffällig viele Menschen, auch noch Erwachsene, haben ein Problem mit Mathe oder meinen, eins zu haben.

Dabei ist es so einfach, Glaubenssätze zu überlisten: zum Beispiel durch einen leckeren Tee, den du immer nur beim Matheüben trinkst. Das ist vor allem für den kinästhetischen Lerntyp ein Geheimtipp, wirkt aber auch bei anderen. Unser Gehirn nimmt Düfte sofort auf und verankert sie mit dem angenehmen Gefühl. Mathe kann echt gut schmecken!

Du weißt nicht, welcher Lerntyp du bist? 

Dann mach eine Lerntypbestimmung* im DENKRaum!

 

 

Free from...
Ein Leben ganz ohne Blockaden und Angst?

 

Eine schöne Vorstellung, so zu leben… – völlig frei von einschränkenden Ängsten und Verhaltensblockaden, die unser Potential behindern!

Angst ist jedoch auch notwendig. Sie schützt uns in vielen Fällen und bewahrt uns vor negativen Folgen. Wer schon einmal auf eine heiße Herdplatte gefasst hat, weiß, dass diese Erfahrung ihn vor weiteren Verletzungen dieser Art bewahrt. Trotzdem wird ein Erwachsener beim Anblick einer Herdplatte nicht in Panik verfallen, auch nicht, wenn er schon einmal einschlägige Erfahrungen damit gemacht hat.

Was macht sie also aus, diese besondere Angst, die uns manchmal lähmt, den Atem nimmt oder uns zum Zittern bringt – und das in Situationen, in denen wir es absolut nicht gebrauchen  können und die eigentlich gar nicht so schlimm sind?

Unser Angstzentrum im Gehirn liegt in den Mandelkernen (Amygdala), die mit für unser Gefühlserleben verantwortlich sind, und im präfrontalen Cortex (Großhirnrinde). Erlebnisse, die Angst auslösen, verändern die Verknüpfungen unserer Nervenzellen. Auslösende Reize hinterlassen eine Spur im Gehirn (Stressimprinting), werden gespeichert und können die Angstreaktion auslösen. Diese klassische Konditionierung lässt sich auch noch nach vielen Jahren nachweisen. Deshalb kann zum Beispiel schon ein Geräusch, das wir in einer Gefahrensituation wahrgenommen haben, später in einer völlig neutralen Situation Angst und Panik verursachen.

Die Geschichte von den „Raschelnden Blättern“ (vgl. Besser-Siegmund) ist berühmt und belegt diese Tatsache.

Es ist tiefer Herbst und ziemlich kalt. Arny, der Steinzeitmensch geht auf die Jagd. Seit Tagen hat er schon kein Tier mehr erlegt. Langsam wird die Lage brenzlig. Wenn er nicht bald etwas fängt, müssen er und seine Familie ernsthaft Hunger leiden!

Sein Stresslevel ist also schon ziemlich hoch. Er hört etwas rascheln…Da steht er plötzlich einem riesigen Säbelzahntiger gegenüber!

Arny ist total geschockt! Statt wegzulaufen oder sich zu verteidigen, friert er regelrecht ein (freeze), fängt an wie Espenlaub zu zittern und bekommt trotz klirrender Kälte Schweißausbrüche.

Die Situation geht glimpflich aus. Der Säbelzahntiger verschwindet ohne ihn zu wittern. Arny überlebt!

Jahre später… Es ist Herbst. Arny sitzt gemütlich mit seiner Familie am Lagerfeuer, satt und zufrieden. Plötzlich nimmt er ein eigentümliches Rascheln wahr. Er merkt, wie sich ihm sämtliche Körperbehaarung aufstellt, er bekommt Schweißausbrüche, kann sich nicht mehr bewegen… Seine Familie betrachtet ihn verständnislos. Was ist nur los mit ihm? Da hört er es, das Rascheln der Blätter in den Bäumen und Sträuchern!

Auslöser für seine Panik war das Geräusch, das mit der Gefahr gekoppelt wurde. Das damalige Gefühl hat Spuren im Gehirn hinterlassen und sogar die Anordnung von Gehirnzellen durcheinandergebracht. Sein Körper hat nur auf einen Reiz reagiert…

So geht es uns oft auch in weniger dramatischen Situationen.

Im Prinzip lässt sich jede Angst, die über das normale Maß hinausgeht, zum Beispiel auch Prüfungsangst, auf ein Erlebnis, ein Gefühl, das mit einem Reiz gekoppelt wurde, zurückführen. Manchmal ist es auch ein ganzer Gefühls-Cocktail, dem wir ausgeliefert sind.

Meine Aufgabe ist es, fast wie ein Detektiv herauszufinden, ob es ein oder mehrere Ursachen gibt. Durch den Myostatiktest kann ich punktgenau feststellen, in welchem Zeitraum sie stattfanden, welche Gefühle vorherrschten und welche Intervention geeignet ist, die Verknüpfung zwischen Reiz und Reaktion aufzulösen.

Kinder verknüpfen zum Beispiel mit einem bestimmten Fach, häufig ist es Mathematik, negative Gefühle. Sie können sich bis zur Angst steigern. Als Auslöser kommen viele Aspekte in Frage, die ich im Gespräch und durch den Muskeltest identifizieren kann.

Manchmal ist es dem Betreffenden auch gar nicht bewusst, dass er vor etwas Angst hat. Es kommt zu Vermeidungsverhalten und Verhaltensblockaden – unser Unterbewusstsein führt uns an der Nase herum! Man weiß eigentlich gar nicht, warum man sich zu etwas so gar nicht aufraffen kann (Haushalt, Reise, Autofahrt,…).

So tun sich schon Grundschüler schwer mit den Hausaufgaben anzufangen oder haben Konzentrationsprobleme, die sich nicht erklären lassen. Neben der Möglichkeit mit Mentalübungen positiv Einfluss zu nehmen, kann ich durch spezielles Lerncoaching helfen Struktur und Planungssicherheit zu vermitteln. Manchmal ist es nur ein kleiner Aspekt, der das Blatt wendet und die Blockade lösen hilft.

Bestimmte Bewegungsübungen aus der Evolutionspädagogik und Mentaltechniken, die ich vermittle, ermöglichen dem Klienten ein Handwerkszeug, mit dem er später eigenverantwortlich seine Blockaden lösen kann.

Manche Erwachsene leiden unter unerklärlichen Bauchschmerzen vor Auftritten in der Öffentlichkeit. Mit der TÜV-zertifizierten, wissenschaftlichen WingWave – Methode lässt sich nachgewiesenermaßen innerhalb weniger Termine Rede – und Auftrittsangst lösen.

Aber auch bei einem Vierjährigen konnte ich mit dieser Methode schon die Angst vor bestimmten Geräuschen lösen.

Durch diese breit gefächerten Methoden kann ich individuell auf den Klienten eingehen.

Angst ist also wichtig, um uns zu schützen!

Wenn sie uns aber so einschränkt, dass wir unser Potential nicht mehr entfalten können, ist es Zeit, etwas zu unternehmen.

Mein Ziel ist es, Sie / Ihr Kind kompetent im Umgang mit sich selbst werden zu lassen und Ihnen Techniken zu vermitteln, die Sie kinderleicht anwenden können!

 

Buchen Sie deshalb jetzt einen Termin für sich / Ihr Kind!

 

 

"Blueprint" - wie sich Schwangerschaft und Geburt prägend auf unser Leben auswirken

Erinnerst du dich an den Duft der blauen Matritzen? Wenn du noch jünger bist, kennst du wahrscheinlich nur Kopien. Früher hat man einen Durchschlag in blauer Farbe von Dokumenten erstellt, die eigentümlich rochen. Ganze Generationen von Schülern wurden von diesem besonderen Geruch geprägt!

So wie dieser Durchschlag, gleichsam „Blaupause“ für viele andere Dokumente war, wirkt sich die Schwangerschaft und Geburt eines jeden von uns prägend auf das weitere Leben, auf nachfolgende Erlebnisse und Erfahrungen aus.

Schon in der Schwangerschaft, wo Mutter und Kind durch die Nabelschnur untrennbar miteinander verbunden sind, beeinflussen Erlebnisse der Mutter das Gefühlsleben und Sprachverstehen des Ungeborenen, wie die Wissenschaft beweist.

Im Körper der Mutter werden je nach Situation entsprechende Hormone/Botenstoffe ausgeschüttet, die direkt ans Baby weitergeleitet werden. Wird die Situation, die die Mutter erlebt, als Stress und belastend empfunden, werden Stresshormone ausgeschüttet, die das ungeborene Kind mitbekommt. Es gerät ebenfalls unter Stress. Dabei nimmt es wohl viel mehr wahr, als bisher gedacht! Spätere Erfahrungen im Leben des älteren Kindes können solche Erfahrungen im Mutterleib triggern und indirekt zum Auslöser für Stress werden. Das Ergebnis ist bekannt: unter Stress kann man bekanntlich nicht mehr logisch denken, unser Großhirn schaltet ab.

Auch bei der eigenen Geburt ist der Stresspegel in der Regel hoch, gilt sie doch als traumatischstes Erlebnis im Leben eines Menschen. Kaum jemals im Leben wird man wieder einen derart hohen Adrenalinpegel erleben!

Nicht verwunderlich, dass die Geburt zum „Blueprint“ für alle weiteren Stressreaktionen werden kann. Von Todesangst bis erlebter Hilflosigkeit ist alles drin, was als Referenzerfahrung für sämtliche Themen des Übergangs (Schul-/Wohnortwechsel, Scheidung,…) und anderem gelten kann!

Umso wichtiger ist es, dem auf die Spur zu kommen, um z. B. Prüfungsangst endlich in den Griff zu bekommen. Denn unsere Geburt gilt als erste Prüfung und wird vom Gehirn häufig damit gleichgesetzt.

Die positive Nachricht: Solche Prägungen können gelöst und in gute Erfahrungen verwandelt werden. Unser Gehirn versteht sich sehr gut darauf, auch neue Pfade zu betreten!

Als Methoden stehen mir Evolutionspädagogik, WingwaveCoaching und Mentalcoaching, sowie Bioenergetik zur Verfügung.

Mit Hilfe des kinesiologischen Tests kann ich punktgenau feststellen, wo Ursprünge von Blockaden, damit einhergehenden Gefühlen und Glaubenssätzen liegen.

Fortbildungen bei Carina Schreiner (Schwangerschaft und Geburt) sowie Reinhard Wirtz/ Andrea Hartinger (Inneres Kind) haben mir dazu das nötige Handwerkszeug und interessante Fakten vermittelt. Vielen Dank euch dafür! © Eva  Maria Thurner, Juni 2020

Bild von Matritze
E.M. Thurner

Online-Coaching in Krisenzeiten

Die aktuelle Situation wirkt auf viele Menschen belastend. Egal, ob es sich um Spannungen im familiären Umfeld (von Lagerkoller mit Langeweile bis zu fehlender Motivation bei den Schul- und Hausaufgaben), finanzielle Auswirkungen, Angst vor Verlust des Jobs oder vor Ansteckung handelt. Gerade auch die „Säulen der Gesellschaft“, Helfer in pflegenden Berufen sowie all jene, die dafür sorgen, dass wir weiter gut mit Waren versorgt werden, stehen im Moment unter starken Belastungen.

 

Deshalb möchte ich meinen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten und biete in den nächsten Wochen ein ehrenamtliches Online-Coaching an. 

Dabei kommen Methoden zum Einsatz, die sich bereits im DENKRaum bewährt haben und sich gut online umsetzen lassen.

 

Speziell für Kinder, Jugendliche, Studenten, Lernende:

–  Lerncoaching zu den Themen Lernplanung und Struktur, effektives Lernen

–  Mentalcoaching zu den Themen Motivation, Konzentration, selbständiges Arbeiten

 

Für Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Senioren:

– WingWaveCoaching zu den Themen Gesundheit, Stressbewältigung, „Social distancy“

 

Speziell für Eltern:

– Mental- und WingWaveCoaching, Entspannungstraining zum Thema Erziehung und Homeoffice

                                                                       

Technische Voraussetzung ist dafür ein internetfähiger Computer/Tablet, Smartphone und evtl. Kopfhörer

(Dauer ca. 45-60 min.).

 

Unser Immunsystem wird durch unsere Gedanken entscheidend beeinflusst. Die Zellen unseres Körpers werden über Nervenbotenstoffe (Hormone u.a.) über die Stimmung in unserem Gehirn und unserer Seele informiert.

Wird beispielsweise die Angst vor Ansteckung zum Gedanken, schüttet unser Körper sofort die entsprechenden Stresshormone aus. Die Zellen erfahren diesen Stress und können ihre Aufgabe, Krankheitserreger abzuwehren, nicht mehr so gut wahrnehmen.

Mit meinen Methoden möchte ich dazu anleiten, die Wahrnehmung für Positives und die Fähigkeit zur Entspannung, die Zellen zur Regeneration brauchen, zu stärken und Stress zu reduzieren.

Ich freue mich darauf, Sie und/oder Ihr Kind in dieser Zeit begleiten zu können, damit der Stresslevel nachhaltig sinkt und Sie dadurch gesünder bleiben!

Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt über die angegebene Mail an mich oder über das Anmeldeformular auf dieser Website. Dieses Angebot ist bis auf Widerruf gültig, pro Klient 1 Termin!

Bleiben Sie gesund! 

                                                                                        

© Eva Maria Thurner, April 2020

Zeugnissorgen? - Keine Panik!

Misserfolge mit DENKRaum leichter bewältigen!

(Artikel im Traunsteiner Tagblatt am 15.2.2020)

Gestern war es wieder soweit: Bayerns Schüler erhielten ihr Zwischenzeugnis oder Vergleichbares.
Für viele Familien bedeutet das Stress. Mancher ahnt schon, dass das Zeugnis nicht so ganz den Erwartungen entspricht, hin und wieder erlebt man völlig Unerwartetes. Somit kann ein Zeugnis oft einen regelrechten Schock auslösen. Die Familie brütet über einzelnen Formulierungen oder Noten, überlegt, wie sie zustande kommen… Niemand kann es in diesem Moment so richtig einordnen, weil alles rein emotional erlebt wird. Das ist ganz normal, denn bei Stress schaltet unser Gehirn erst einmal auf Starre (wir sind wie gelähmt vor Schreck), Angriff oder Flucht.

Klares Denken – Fehlanzeige!
Wichtig in solchen Situationen: auch und gerade als Eltern einen kühlen Kopf behalten, den Kindern Mut machen, die eigenen Erwartungen als Eltern überdenken.
DENKRaum verspricht der ganzen Familie Hilfe, wenn es um Schulsorgen geht, sowohl den betroffenen Schülern als auch den beteiligten Eltern durch spezielles ElternCoaching. Durch die Methodenvielfalt kann individuell auf die jeweiligen Probleme eingegangen werden.

Das Motto lautet:
Lern leicht – denk erfolgreich!
Eine bewährte Methode im DENKRaum ist die Evolutionspädagogik/Praktische Pädagogik®, mit deren Hilfe Stressthemen hauptsächlich über Bewegung bearbeitet werden. Sie eignet sich gerade für jüngere Kinder, weil sie aus sieben kindgerecht benannten Stufen (Fisch-
Amphibie-Reptil-Säugetier…) besteht. Auch für Erwachsene ist die Methode gut geeignet.
Wingwave Coaching® kann helfen, über Augenbewegungen Stress zu lösen, egal, ob es um die kleine Angst vor Referaten oder echte Prüfungsangst geht. Die wissenschaftlich erprobte, TÜV-zertifizierte Methode hat schon vielen Menschen helfen können – vom Grundschüler bis zum Manager. Um Stärken und Selbstbewusstsein zu festigen ist sie vielfach erprobt und erfolgreich.
Im DENKRaum werden darüberhinaus stark machende, mentale Übungen, um den Misserfolgleichter zu bewältigen und Strategien, wie man Lerndefizite schneller aufholt, vermittelt. Dazu gehören sowohl die richtige Lernplanung als auch Lerntechniken, die Lernen schneller und leichter machen. Die richtige »Lernhygiene«, wie Pausen einhalten, gute »gehirngerechte« Ernährung (brainfood) und viel Wasser trinken sind ebenfalls Aspekte erfolgreichen Lernens.
Wie wichtig neben Lernen und konzentriertem Arbeiten auch und gerade die Entspannung ist, damit sich Lerninhalte festigen können, vermittelt DENKRaum durch individuelle Übungen.
Was am besten entspannt, darf ausprobiert werden: mental/nur in Gedanken, über den Atem, den Körper oder über besondere Musik.
So kann das Konzept von DENKRaum aufgehen –
individuell und ganzheitlich: Lern leicht – denk erfolgreich!
DENKRaum
Coaching– Lernberatung- Praktische Pädagogik®
© Eva Maria Thurner, Februar 2020

Effizient lernen – aber wie?

E.M. Thurner

 

Manch einer, der ein großes Lernpensum zu bewältigen hat, fragt sich oft:

Wie kann ich das in dieser kurzen Zeit nur schaffen?

Hier geht es um besonders effektive Lerntechniken, Know-How, um den „Lernturbo“ anzukurbeln, wie ich es gerne nenne.

Dabei handelt es sich einerseits um die richtige Lernhygiene, also Lernumstände, die ich bewusst positiv beeinflussen kann, und andererseits um besondere Lerntechniken oder Lernstrategien, die mich schneller zum Erfolg führen.

 

Lernen will geplant sein! Deshalb gehört an den Beginn eines Lernvorhabens zunächst eine gute Lernplanung. Was soll bis wann wie gut gelernt werden? Welches Vorwissen besteht schon zum Themenbereich? Woher bekomme ich das Lernmaterial? Und vor allem: Wie teile ich mir den Lernstoff bis zum Tag X richtig ein?

Die richtige Lernplanung ist wie ein gutes Handwerkszeug. Hat man es einmal begriffen, wie es geht, einen effektiven Lernplan zu erstellen, ist es leicht auf andere Aspekte übertragbar.

Häufig scheitert das ganze Unterfangen daran, dass Unklarheit über den zu bewältigenden Lernstoff und den Zeitbedarf herrscht.

Manchmal ist dem Betreffenden auch nicht klar, wie er sich überhaupt den Lernstoff aneignen soll.

In meiner Praxis bestimme ich deshalb in den meisten Fällen erst einmal, welchem Lerntyp der Klient zuzuordnen ist. Dann ist klar, welche Lernkanäle noch gefördert werden können, um alle Sinne anzusprechen. Denn je multisensorischer gelernt wird, desto effektiver läuft Lernen ab!

Kaum jemand macht sich bewusst, wie stark unser Lernerfolg an positive Erlebnisse gekoppelt ist. Deshalb ist die richtige Lernumgebung so wichtig.

Eine Wohlfühlatmosphäre sollte herrschen, entspanntes Denken möglich sein. Aber auch regelmäßige Pausen, Bewegung und frische Luft wirken sich positiv auf den Lernerfolg aus. Unser Gehirn braucht gerade in Phasen erhöhter Leistung besonders viele Nährstoffe und vor allem Wasser. Auch das gilt es zu beachten, wenn man effektiv beim Lernen sein möchte.

Um den Lernturbo anzuschalten gibt es noch eine Vielzahl von Spezialtricks, zum Beispiel bestimmte Lerntechniken, Bewegungs- und Visualisierungsübungen oder hilfreiche Musik, die ich gerne in meiner Praxis weitergebe.

 

© Eva Maria Thurner, Januar 2020

 

 

Acht(8)-sam leben – lernen – arbeiten

E.M. Thurner

„Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu urteilen.“

Jon Kabat-Zinn (Begründer des Achtsamkeitstrainings)

Durch dieses bewusste Dasein im Jetzt gewinnen wir nach Ansicht Kabat-Zinns an Klarheit und die Fähigkeit, die Realität des gegenwärtigen Augenblicks zu akzeptieren. Im Hier und Jetzt zu sein ist Voraussetzung dafür zu erkennen, was in unserem Leben am wertvollsten ist und welche Möglichkeiten wir haben, uns zu verändern. Achtsamkeit im Leben bringt uns in Fluss, verbindet uns wieder mit der in jedem Menschen vorhandenen Weisheit. Denn wir alle haben unser Potential schon in uns! Was heißt das nun konkret für unser Leben?

Wir können lernen, wach zu sein

Durch verschiedene Aufmerksamkeitsübungen und Meditationsformen gewinnen wir an Körperbewusstsein und Fokussierung. Vor allem der „Bodyscan“, eine Übung, bei der wir mit unserer Aufmerksamkeit den Körper abscannen, fördert dieses Körperbewusstsein. Es geht darum, den Körper im jeweiligen Moment wahrzunehmen, ohne etwas verändern zu wollen. Regelmäßiges Üben lässt uns wieder Zugang zu unseren Körperempfindungen lernen. Für die meisten Leute wirkt diese Übung entspannend und fördert die Fähigkeit, sich auf sich selbst zu konzentrieren, ohne dies absichtlich herbei führen zu wollen.

Wir können lernen, die Welt anders wahrzunehmen

Mit jeder Wahrnehmung erfolgt auch eine Wertung unseres Verstandes, verknüpft mit einem Gefühl. Wir denken permanent, bewerten und beurteilen. Die meisten Gedanken denken wir hinsichtlich Vergangenheit und Zukunft, jedoch nicht in der Gegenwart. Zu erkennen, dass Gedanken nun einmal nur Gedanken sind und nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen müssen, ist die Voraussetzung für einen Perspektivenwechsel. Wenn wir uns im Modus des „Inneren Beobachters“ befinden, werden wir fähig unsere Gedanken mit mehr Gelassenheit zu beobachten.

Wir können lernen, achtsam mit Stress umzugehen

Stress – das Modewort – für manche Menschen Ausdruck und Signal an andere, in Ruhe gelassen zu werden, sich Freiräume zu verschaffen, für andere ein echtes gesundheitliches Problem!

Wir alle reagieren auf Stress, das heißt auf eine als bedrohlich empfundene Situation, die in uns selbst oder der Außenwelt stattfindet. Der entwicklungsgeschichtlich ältere Teil unseres Gehirns schaltet dann auf Starre, Angriff oder Flucht und es werden entsprechende Hormone ausgeschüttet, die sich auf unser Körperempfinden negativ auswirken können. Schlaflosigkeit, Denkblockaden, Schmerzen und andere körperliche Symptome können die Folge sein. Wesentlich ist dabei unsere Bewertung der jeweiligen Stress-Situation. Wenn wir meinen, gut damit umgehen zu können, sinkt der Stresspegel. Durch achtsames Beobachten der stressauslösenden Situation , Hineinspüren in das unangenehme Gefühl und ein differenziertes Verhalten gewinnen wir einen neuen Zugang zu unserem Stressempfinden.

Wir können lernen, bewusst und präsent zu handeln

Stressauslösende Momente verleiten uns oftmals zu spontanem Verhalten, so wie wir es schon unzählige Male gelernt haben. Die Reiz-Reaktions-Pfade in unserem Gehirn sind bereits so ausgetreten, dass uns häufig die Fähigkeit fehlt, inne zu halten und aus wohlwollender Distanz zu beobachten, was gerade wirklich passiert und welche Empfindungen und Gedanken wir gerade bei uns wahrnehmen. Werden wir uns dessen bewusst, können wir die Situation aus einem neuen Blickwinkel heraus sehen. Das schafft Distanz, aus der wir nun gezielt und präsent handeln können. Allmählich wird uns bewusst, welche Reaktionen Stress bei uns persönlich hervorruft.

Wir können lernen, achtsam miteinander zu kommunizieren

Genauso eingefahren wie unsere Reaktionen kann auch unser Kommunikationsverhalten sein. Wie wir miteinander sprechen und umgehen, haben wir schon in frühester Kindheit gelernt. So auch, wie man aneinander vorbei redet oder weghört. Wesentlich für eine achtsame Kommunikation ist das Empfinden, eine gute Verbindung zu sich selbst zu haben. Das ist die Voraussetzung dafür, sich dem anderen öffnen zu können und auf dessen Bedürfnisse eingehen zu können. Immer mal wieder im Gesprächsverlauf auf sich selbst hören, still werden und sich entspannen hilft sich zu fokussieren. Je aufmerksamer wir zuhören können, desto mehr dringen wir in andere Ebenen des Verstehens vor. Wir werden fähig mit dem Herzen, dem Kopf und den Sinnen zu hören. Wichtig ist es jedoch auch, unsere eigenen Bedürfnisse, das was wir im Moment als wahr und richtig ansehen, im vollen Kontakt zu uns selbst sachlich zu äußern.

Zum Achtsamkeitstraining gibt es eine Vielzahl von Übungen. Einige davon möchte ich gerne aus meiner eigenen Erfahrung heraus vermitteln. Denn Achtsamkeitstraining tut einfach allen gut!

Die zugrundeliegenden Inhalte dieses Artikels habe ich den Kursunterlagen des MBSR-8-Wochenkurses von Ulrike Unterreitmeier (MBSR Trainerin und Achtsamkeitscoach) entnommen, der mich sehr bereichtert hat.

© Eva Maria Thurner, Januar 2020

 

 

Prüfungsangst?

Wie der „Flügelschlag des Schmetterlings“ hilft (WingWave® – Coaching)

E.M. Thurner

Gerade in Stresssituationen, z.B. vor einer Prüfung, einer Rede vor Publikum oder anderen Leistungsanforderungen, die unser Selbstbewusstsein auf die Probe stellen, neigt unser Gehirn dazu, sich quer zu stellen. Wir haben den berühmten „Blackout“, können vorher sicher Beherrschtes nicht mehr abrufen, bekommen feuchte Hände, zittern usw. Schlimmstenfalls stottern wir vor Aufregung. Oft sind früher erfahrene Misserfolge oder Situationen, die ähnlich waren und negative Folgen für uns hatten, die Ursache dafür, dass unser vegetatives Nervensystem verrückt spielt. Da reicht schon ein harmloses Detail aus der erfahrenen Stresssituation, um uns an Vergangenes zu erinnern. Unser Unterbewusstsein verallgemeinert und wir stecken in der Stress – Spirale, ohne zu wissen, warum.

Hier setzt die WingWave – Methode an. Aus der Schlafforschung ist bekannt, dass wir während einer bestimmten Schlafphase Ereignisse des Tages während des Träumens durchleben und verarbeiten. Dabei bewegen sich die Augen hin und her. Die Psychologie nutzt diese Fähigkeit schon lange in Form von EMDR, um im wachen Zustand Traumata, also einschneidende Erlebnisse, zu lösen. Auch das WingWave – Coaching verwendet diese wissenschaftlich erwiesene, wirksame Methode, um Stress und Blockaden durch wache REM – Phasen mit gezielten Augenbewegungen zu lösen. Daneben zeigt der ebenfalls wissenschaftlich in seiner Wirksamkeit überprüfte Myostatiktest den Erfolg der Methode an. Neben Blockaden – und Stressbewältigung können auch Ressourcen / Stärken durch die Methode verankert werden. Zahlreiche Studien an Hochschulen beweisen ihren Erfolg.

In der Regel reichen 3 bis 5 Coachingsitzungen in kurzem zeitlichen Abstand, um eine deutliche, positive Veränderung zu bewirken.

WingWave® bezeichnet den „Flügelschlag, der eine Welle in Bewegung setzt“.

© Eva Maria Thurner, 2019

 

 

Konzentrieren lernen – aber wie?

Die Fähigkeit sich auf etwas zu konzentrieren ist uns angeboren. Zusammen mit der Fähigkeit, uns zu motivieren, ist sie die Grundlage für erfolgreiches Lernen und zielgerichtetes Denken.

Was aber ist Konzentration genau?

Und wie kann man das zarte Pflänzchen „Konzentration“, das in uns allen grundangelegt ist, zum Sprießen bringen?

Buch-Bäumchen
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Mit den folgenden Tipps, die ich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet habe, gelingt es Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen leichter, Konzentration zu lernen.

Konzentrieren heißt zunächst einmal, dass man seine Aufmerksamkeit für eine bestimmte Zeit bewusst auf ein bestimmtes Thema, auf eine Person, eine Tätigkeit oder Aufgabe richten kann. Diese Fähigkeit hat jeder gesunde Mensch schon als individuelle Ressource, also Stärke, im Gepäck.

Unterschiede gibt es bei uns allen jedoch in der Fähigkeit, Störfaktoren ausblenden zu können.

Häufig kommen Eltern in die Beratung und berichten: „Mein Kind kann sich nicht konzentrieren. Es bekommt Anweisungen in der Schule nicht mit. Wenn ich etwas sage, hört es nicht zu…“

Im Zeugnis stehen dann Bemerkungen wie „leicht ablenkbar“, „unkonzentriert“ usw. Eltern und Kinder sind da oft ratlos.

In der Regel handelt es sich hier entweder um Konzentrationsunlust oder tatsächlich um eine kurzzeitige Konzentrationsstörung.

Wenn ich gerade furchtbaren Hunger habe, hab ich momentan nun mal keine Lust, mich mit der Mathe-Hausaufgabe beschäftigen, weil mein Grundbedürfnis „Nahrungsaufnahme“ viel stärker ist. Wenn gerade Streit in der Familie ist, kann ich mich nun mal im Moment nicht auf meine Englischvokabeln konzentrieren.

Wenn solche Zustände schon länger bestehen, spricht man von einer Konzentrationsstörung, d. h. man hat Konzentrationsprobleme, weil man emotional nicht im Gleichgewicht ist. Davon sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen betroffen.

Eine echte Konzentrationsschwäche, die aufgrund von Hirnschädigungen zu einer unterdurchschnittlichen Konzentrationsfähigkeit (ADS, ADHS,…) führt, tritt viel seltener auf.

Was tun, wenn man nun ein „Träumerle“ zu Hause hat oder selbst mal wieder „neben der Spur“ ist?

Zunächst einmal sollte jeder für sich selbst klären, was seine individuelle Konzentrationsfähigkeit ist. War ich schon mal konzentriert? Wie fühlt sich das an? Was für ein Thema war es, bei dem ich mich besonders gut fokussieren konnte?

Konzentrationsfähigkeit wird nämlich von verschiedenen Faktoren gesteuert.

Wenn mich etwas interessiert, kann ich mich viel besser konzentrieren.

So berichten viele Eltern davon, dass ihr Kind in der Schule unkonzentriert und hibbelig ist, zu Hause vor dem Computerspiel aber stundenlang „Sitzfleisch“ beweist. Auch wir Erwachsene kennen den Effekt: „Sudokus – kein Problem! Aber dieser langweilige Fachartikel!“

Wesentlich ist, dass man für sich herausfindet, wie man Lernstoff für sich selbst „schmackhaft“ machen kann. Die richtige „Würze“ ist individuell. Immer geht es jedoch darum, Interesse für etwas zu entwickeln. Wie man lernt, Liebe für eine ungeliebte Tätigkeit zu entwickeln, dafür gibt es Tricks: mentale Techniken oder spezielle Lernstrategien.

Auch der Ort, wo man gerade lernt, kann einen Ausschlag geben. Maxi lernt am liebsten in der Küche, wo die Mama in der Nähe ist und es so gut nach Essen riecht.

Vater Alf kriegt Denkaufgaben am besten in der Badewanne „auf die Reihe“ und Mutter Sigrid hat früher Vokabeln beim Spazierengehen gelernt. Denn Bewegung erleichtert das Denken!

In den letzten Jahren hat sich der Anteil hochsensibler Menschen deutlich erhöht. Sie nehmen Reize von überall her wahr, was eine große Fähigkeit darstellt. Allerdings sind sie häufig überfordert, die ganzen Eindrücke einzuordnen. Vor lauter „Salat im Hirn“ gelingt kein konzentriertes Denken mehr. Mentale Techniken können hier sehr hilfreich sein!

Die richtige Ernährung (Brainfood), viel Wassertrinken und genügend Schlaf sind ebenfalls Faktoren für eine gute Konzentrationsfähigkeit.

Echte Motivationskiller sind auch Konzentrationskiller, denn wer motiviert ist, kann sich in der Regel gut konzentrieren:

„Jetzt hab ich soviel auf die Probe gelernt und hab doch bloß wieder eine 4 geschrieben!“ Das Selbstbewusstsein bei Sandra sinkt bis auf den Nullpunkt. Sie hat keinen Mut mehr weiter zu lernen und gerät so in die Spirale der Misserfolgsorientierung. Wie viele Stärken sie in anderen Bereichen hat, muss ihr erst wieder über Übungen, die ihr Selbstbewusstsein stärken, bewusst gemacht werden. So kann sie die 4. Klasse schaffen!

„Ich bin total im Stress! Nächste Woche hab ich 2 Schulaufgaben. Ich weiß gar nicht, wie ich das schaffen soll!“ Paul drückt es regelrecht die Luft ab, wenn er daran denkt. Er kriegt überhaupt nichts mehr ins Hirn.

Hier können Brain-Gym-Übungen aus der Evolutionspädagogik wieder Bewegung ins Denken bringen. Auch die Erstellung von Lernplänen kann das Chaos auflösen.

Wenn die individuellen Konzentrationsbedingungen gefunden wurden und man gelernt hat, sich besser zu konzentrieren, geht es darum „Konzentrationshygiene“ zu betreiben. Das heißt, dass man Pausen beim Lernen beachtet und sich entspannt. Unser vegetatives Nervensystem steuert den Übergang zwischen Anspannung/Konzentration und Entspannung/Erholung. In der Phase der Entspannung erholen sich auch alle Organe und können danach wieder Energie zur Verfügung stellen. Diese kann dann wieder zum klaren Denken und für die Konzentration genutzt werden.

Deshalb ist die Entspannung die „beste Freundin“ der Konzentration und umgekehrt (nach I. Komarek).

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und ihren Kindern viele „Freunde“ und viel Freude am konzentrierten Lernen!

©Eva Maria Thurner  – DENKRaum Traunstein, Februar 2019